Gruppenausstellung

Pauline – eine Spurensuche

Beteiligte Künstler
Ute Holley, Karoline Koeppel, Meike Lothmann, Christa Niestrath, Helga Ntephe, Gesa Reuter, Brigitte Rhode, Sabine Timmer und Elke Werneburg

Historische Betrachtungen
Ursula Resack

Die Ausstellung wurde von Helga Ntephe kuratiert.

Plakat
Foto: Karoline Koeppel
Gestaltung: Ernst Ehlert & Helga Ntephe

Foto
Rudi Rudolf, Lippische Landeszeitung

Meike Lothmann, behind her back, 2020 . Foto © Martin Zellerhoff

In Lippe kennt man Pauline, aber wer war diese Frau? Auf der Suche nach Antworten wurde seit 2019 gelesen, in Paulines digitalisierter Bibliothek (Lippische Landesbibliothek) geforscht, das Internet durchsucht, Führungen im Detmolder Schloss besucht, im Landesmuseum Detmold fotografiert. Ein inspirierender Austausch begann und führte selbst regionale Künstlerinnen zu einer neuen, oder gar ersten künstlerischen Annäherung an biografische Aspekte der vor 200 Jahren verstorbenen Fürstin Pauline, die sich so nicht im Fokus breiter Öffentlichkeit finden.

Helga Ntephe, digital collage, 2020

„Erinnerungen überfielen mich geradezu, als ich mit der Arbeit begann: an meine Geburtsstadt Lemgo, das Lindenhaus, das damalige Jungengymnasium; an Ausflüge nach Detmold als junges Mädchen, an Nichte Sandra, die im Pauline-Stift arbeitet…

Doch Pauline, Fürstin zur Lippe? Sie lernte ich erst bei meinen Recherchen für dieses Projekt kennen – und dann war da die Idee, ihr ein Geschenk zu machen…“ Elke Werneburg

Ein Kleid aus Altmetall-Fundstücken für Paulines unermüdlichen Kampf gegen soziale Missstände. Ihre besondere Herzensangelegenheit waren die Kinder, sowie das Heil-, Pflege- und Schulwesen:

Elke Werneburg
ihr ein Herzenskleid geschenkt, 2020

Die Ausstellung war 2020 im Rahmen Lippe weit stattfindender Veranstaltungen geplant, wo wir uns dann aber auf eine »Schaufenster-Installation« beschränken mussten. In einem Video von Meike Lothmann wurden die bereits fertigen Arbeiten historischen Fakten gegenübergestellt.

behind her back

„…in Anlehnung an die Schleppe, die Fürstin Pauline zur Lippe an ihrem Kleid trug, als sie am Morgen des 25. Oktobers 1807 in Fontainebleau Kaiser Napoleon I. gegenüber trat. Sie dankte ihm für die Aufnahme ihres Landes in den Rheinbund und erreichte, dass er ihr eine offizielle Audienz in Aussicht stellte. Drei Wochen später kam es zum Wiedersehen: Im Zwiegespräch mit dem Kaiser gelang es Pauline, die Souveränität ihres Fürstentums abzusichern. Diese Selbstständigkeit war von großer Relevanz für die Geschichte des Landes in den folgenden knapp 150 Jahren bis zu seiner Eingliederung in das Bundesland Nordrhein-Westfalen und prägt die regionale Identität bis in die Gegenwart.“ Meike Lothmann

29.12.2021: 201. Todestag der Fürstin Pauline

Das Ausstellungsprojekt »Pauline – eine Spurensuche« fand in Kooperation mit der Ev.-ref. Kirche Schwalenberg seinen Abschluss.

Christa Niestrath
Tagebuchblatt vom 5.4., 2020
aus „Pauline – 9 Stationen eines aufregenden Lebens

Brigitte Rohde
Ma Petite, die junge Pauline, 2020
(nach einem erst kürzlich gefundenen Medaillon.)

Sabine Timmer
Paulines Reisen, 2020 

An dem Corona bedingt verschobenen 200. Todestag (2020) las Silke Dubilier »Eine deutsche Fürstin – Pauline zur Lippe«, Versuch eines Lebensbildes aus Notizen, Briefen und Tagebuchblättern zusammengestellt von Elise Polko (1870). Musikalisch begleitet wurde die Lesung von Andrés Madariaga, klassische Gitarre.

Eröffnung
So. 14.11.2021, 11.30 Uhr
(nicht vergessen!)
Wir freuen uns schon sehr auf Sie und die Künstler und Künstlerinnen.

unterstützt durch:
Landesverband Lippe
Bürgerstiftung Schwalenberg
Müller Umwelttechnik
Stadt Schieder-Schwalenberg
Ev.-Ref. Kirche Schwalenberg

Pauline – eine Spurensuche | Kunstverein Schieder-Schwalenberg

Nach oben scrollen